Final Fantasy XV

09.03.2017
Im 15. Teil des Rollenspielklassikers Final Fantasy muss Prinz Noctis sein Königreich gegen das Imperium verteidigen. Die Leipziger SPIEL.E.tester loben die facettenreiche Spielwelt, in der Teamwork gefragt ist. Allerdings ist die Story für Einsteiger nur schwer zu verstehen und Spielerfahrung eine Voraussetzung.
Man nehme eine große, offene Spielwelt, Elemente einer bekannten Spielreihe und verbinde sie mit High-Tech und Magie: Heraus kommt Final Fantasy XV, der inzwischen 15. Teil der Final Fantasy-Reihe. Wie bei den übrigen Teilen der Reihe handelt es sich um ein Rollenspiel .

Die Handlung spielt in einer alternativen Realität im sogenannten Königreich Lucis oder besser gesagt in dem, was davon übrig ist: die Hauptstadt Insomnia. Der König verabschiedet seinen Sohn Noctis, welcher mit seinen drei Freunden Ignis, Prompto und Gladio auf dem Weg zu seiner Hochzeit ist. Der lucische Prinz soll seine Kindheitsfreundin Lunafreya, eine Prinzessin aus dem angrenzenden Imperium, heiraten. Nachdem es einige Pannen auf dem Weg zum Ort der Hochzeit gegeben hat, müssen die vier Freunde feststellen, dass es ein Problem in Insomnia gibt und kehren dorthin zurück. Dort angelangt stellen sie schnell fest, was geschehen ist: Die Hauptstadt wurde vom Imperium angegriffen und der König ist tot. Es stellt sich nun die Aufgabe, Lunafreya zu finden, sich die Kraft des toten Vaters anzueignen und den Grund des Angriffs herauszufinden.

In der Stadt Altissia sollten Lunafreya und Noctis heiraten.


Es ist unbedingt empfehlenswert, den gleichnamigen Film Final Fantasy XV: Kingsglaive zum Spiel anzuschauen! Man verpasst nichts Wichtiges, wenn man diesem Hinweis nicht nachgeht, jedoch wird man sonst nie alle Hintergründe erfahren. Zum vollen Verständnis der Handlung sollte der Film vor dem Spiel geschaut werden, da das Spiel kurz vor Ende des Films ansetzt.

Das Spiel an sich ist aufgebaut wie diverse andere Rollenspiele heutzutage. In der großen, offenen Spielwelt gibt es unzählige Möglichkeiten, seine Ziele zu erreichen. Die Story treibt die Spielenden dabei immer wieder in unterschiedliche Gebiete der Spielwelt und zeigt die verschiedenen Facetten des Spiels. Gespielt wird dabei immer der Prinz Noctis, wobei er ständig von seinen Freunden begleitet wird. Im Kampf können die vier Freunde zusammenarbeiten und so auch die mächtigsten Gegner in die Knie zwingen. Zur Auswahl stehen den Spielenden dabei diverse Waffen aus unterschiedlichsten Waffenkategorien und Elementarmagie, die man sich nach Belieben aus Feuer, Eis und Elektrizität zusammenstellen kann. Das Spiel hält außerdem dreizehn besondere Waffen, die sogenannten Königswaffen, bereit. Die Königswaffen können, wie der Name sagt, nur von Angehörigen der lucischen Königsfamilie benutzt werden. Wer möchte, kann diese sammeln.

Prinz Noctis kann im Kampf mit seinen Freunden zusammenarbeiten.


Im Kampf ist es möglich, vier verschiedene Waffengegenstände bei sich zu tragen. Man kann diese bequem per Steuerkreuz wechseln, da verschiedene Gegner unterschiedlich anfällig für Waffen oder Magie sind. Neben der eigenen Waffenkraft besteht noch die Möglichkeit, Teleportationsmagie zu nutzen. Diese ist im Kampf besonders effektiv, verbraucht aber einen speziellen Energiebalken, welcher sich im Kampf nur langsam regeneriert. Außerdem hat man noch seine drei Verbündeten, die kämpfen und auf Kommando spezielle Aktionen und Interaktionen ausführen können. Ist der Spieler verwundet, stehen ihm vorher gesammelte Verbrauchsgüter, wie z. B. Heiltränke oder Statuswert-Verbesserungen zur Verfügung. Sämtliche Inhalte des Spiels sind jederzeit nachlesbar und werden gut detailliert in einem Tutorial erklärt.

Die Kampfszenen erfordern Geschick und Spielerfahrung.


Neben der Hauptstory gibt es, wie für RPGs üblich, eine ganze Reihe an Nebenquests. Diese können die unterschiedlichsten Inhalte haben: Jagd auf Monster, Handel, Materialbeschaffung und vieles mehr. Dies ist ein guter Weg, seinen Charakterlevel zu steigern und sich somit für kommende Story-Missionen zu wappnen. Mit Levelaufstiegen verbessern sich nämlich nicht nur die Werte des Charakters, sondern dieser erhält auch Fähigkeitspunkte, die in einem sehr ausführlichen Skillsystem zur Verbesserung benutzt werden können. Weitere Verbesserungen sind mit Items wie z. B. Schmuck oder anderen Ausrüstungsgegenständen möglich.
Leipziger SpieL.E.tester
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Bildnachweis

[1]Pressematerial Final Fantasy XV, Square Enix[2]Pressematerial Final Fantasy XV, Square Enix[3]Pressematerial Final Fantasy XV, Square Enix[4]Pressematerial Final Fantasy XV, Square Enix

Pädagogische Beurteilung:

Ich persönlich habe Final Fantasy XV sehr genossen. Es ist ein unglaublich umfangreiches Spiel mit einer sehr fesselnden Story. Der Soundtrack ist super und die Synchronstimmen sind für deutsche Verhältnisse sehr gut. Man kann wirklich sehr viel Zeit mit diesem Spiel verbringen, ohne dass es langweilig wird. Da die Geschichte keinerlei Zusammenhang zu vorherigen Titeln aufweist, werden sich Neueinsteiger ebenso wie Veteranen gut in die Handlung hineinversetzen können. Erfahrenere Spielende werden trotzdem viele bekannte Elemente wiederfinden.

Der einzige Kritikpunkt ist die Einführung in die Story. Man muss den Film zum Spiel gesehen haben, um wirklich hundertprozentig verstehen zu können, was vor sich geht. Ansonsten ist Final Fantasy XV ein sehr schönes Gesamtpaket.

Wegen seiner Komplexität empfehle ich das Spiel für Spielende ab 14 Jahren. Zwar wird das Spiel von den Entwicklern selbst als "Final Fantasy für Neueinsteiger" bezeichnet, jedoch bezieht sich diese Tatsache nur auf die Geschichte des Spiels. Kämpfe können schnell hektisch werden, so dass Spielende nicht selten den Überblick verlieren. Es erfordert also, meiner Meinung nach, etwas Spielerfahrung, wenn man wirklich Spaß mit den Mechaniken des Spiels haben möchte.
Platzhalter
Dieses Spiel wurde beurteilt von:
Marlon, 15, Leipziger SpieLEtester

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