Vorbild E-Sportler/innen: Was man von Profi-Gamern lernen kann

20.01.2017
Eine riesige Bühne, umjubelte Stars und begeistertes Publikum: E-Sport ist längst im Fokus medialer Aufmerksamkeit angekommen. Die Profi-Gamer üben dabei auf Kinder und Jugendliche eine besondere Faszination aus. Stellt sich die Frage: Eignen sich E-Sportler/innen als Vorbilder?

E-Sport war dieses Jahr bei der DreamHack Leipzig eine Hauptattraktion. Tausende Menschen strömten in die Hallen des Leipziger Messegeländes, auch um sich die Profis beim Wettkampf anzuschauen. Insgesamt wurden Preisgelder von über 100.000 Euro vergeben. Das Interesse vieler „Fans“ zielt vor allem darauf ab, Tricks und Spielweisen der Profis zu kopieren und diese dann selbst anzuwenden. Dabei gibt es viel mehr, was man von Profi-Gamern lernen kann.

Auf der Dreamhack Leipzig wurden verschiedene E-sport Wettbewerbe mit vielen Zuschauern und Preisgeldern veranstaltet.
Der durchschnittliche Profi-Gamer hat laut einer Studie der University von Essex schlechte Fitnesswerte, dafür verarbeitet er visuelle Reize fast genauso schnell wie Kampfjet-Piloten. Auch die geistigen Fähigkeiten können sich mit denen echter Spitzensportler/innen messen, denn die psychische Belastung in wichtigen Spielen ist enorm. Dafür ist viel Training nötig, auch „wenn wir mal keine Lust haben“, wie E-Sportler Christoph Dölger verrät . Diese Aussage mag zwar selbstverständlich erscheinen, verdeutlicht aber, dass E-Sport mehr ist als nur ein Hobby.

Wie bei jeder Sportart sind Übung und Konzentration wichtige Faktoren für Erfolg.
Bis zu zehn Stunden am Tag üben E-Sportler/innen vor Wettbewerben gemeinsam Teamtaktiken ein und schulen ihre Koordination. Das ist anstrengend und verlangt eine Menge Ausdauer. Auch Kritikfähigkeit und Teamwork gehören zum E-Sport dazu, um im gemeinsamen Zusammenspiel erfolgreich zu sein. Außerdem sind Disziplin und Verantwortungsbewusstsein ebenfalls für den Erfolg unerlässlich.

Professionelle Gamer spielen häufig im Team. Egoismus ist dabei fehl am Platz.
Viele Fähigkeiten also, die im E-Sport wichtig sind, helfen auch im Alltag weiter, um erfolgreich zu sein. Wenn junge Menschen für die Tatsache sensibilisiert werden, dass E-Sportler/innen viel Ausdauer, Fleiß und Disziplin benötigen, können sie die Erkenntnis auf ihr eigenes Leben anwenden – und sich ein Beispiel an Profi-Gamern nehmen.
David Koch
Dieser Artikel wurde verfasst von:

Bildnachweis

[1]Bild von Leipziger Messe / Andre Kugellis, Dreamhack Leipzig 2017[2]Bild von Leipziger Messe / Andre Kugellis, Dreamhack Leipzig 2017[3]Bild von Leipziger Messe / Andre Kugellis, Dreamhack Leipzig 2017[4]Bild von Leipziger Messe / Andre Kugellis, Dreamhack Leipzig 2017

Siehe auch

Titelbild_Veranstaltungstipps_für_das_1.Halbjahr_2017_Gamesfest
Games & Medienpädagogik

Veranstaltungen im 1.Halbjahr 2017

Wer am Austausch über Gaming teilhaben möchte, muss nicht auf die gamescom warten. Denn schon das erste Halbjahr 2017 bietet viele Highlights. Neben E-Sport-Turnieren und Rollenspielemessen gibt es viele Vorträge und Diskussionen für Entwickler/innen, Eltern, pädagogisch Tätige und andere Interessierte.

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