Handygames


Keine gesetzliche Alterskennzeichnung

Für Handygames gibt es in Deutschland gegenwärtig keine gesetzliche Alterskennzeichnung. Der Grund liegt wie bei Onlinespielen darin, dass Handygames nicht auf Trägermedien vertrieben werden und somit nicht in den Zuständigkeitsbereich der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle fallen. Die Distribution der Handygames erfolgt in der Regel über WAP- oder Internetverbindungen des Handys beziehungsweise über Bluetooth, einer Technologie für persönliche Drahtlosnetzwerke mit einer Reichweite von wenigen Metern. Unkompliziert und gegebenenfalls von Erziehungsverantwortlichen unbehelligt können Spiele so auf das Handy geladen werden. Charakteristisch ist, dass mobile Endgeräte grundsätzlich immer und überall genutzt werden können. Damit entzieht sich jugendschutzrelevantes Medienhandeln in erhöhtem Maße der Kontrolle des erwachsenen Umfeldes. In Hinblick auf den Jugendschutz sind Erziehungsverantwortliche gefordert, Kinder und Jugendliche präventiv dabei zu unterstützen, verantwortungsvoll mit Handygames umzugehen. Die steigende grafische Leistungsfähigkeit moderner Smartphones und Tablet-PCs gibt Jugendschutzfragen dabei zusätzliche Relevanz. Im Gegensatz zur Pixel-Grafik älterer Modelle ist realitätsnahe Grafik erfahrungsgemäß kritischer zu betrachten.

Kosten & In-Game-Werbung

Die Anschaffungskosten für Handygames sind vergleichsweise gering. Jedoch wird in Handygames oder über andere Medien teilweise offensiv für kostenpflichtige Angebote wie Abonnements oder Mitgliedschaften geworben, die unter Umständen zu unerwünschten Kosten führen. Viele Handygames erfordern zudem eine ständige Internetverbindung. Für diejenigen, die nicht über eine Internet-Flatrate verfügen, kann ein solches Spiel ebenfalls schnell zusätzliche Kosten verursachen. Für beide Fälle ist es ratsam, auch das „Kleingedruckte“ in der Spielbeschreibung aufmerksam zu lesen und regelmäßig die Handyrechnung zu überprüfen.

Zur Verfügung stehende Einschränkungen, die von Eltern zum Schutz von Kindern und Jugendlichen angewendet werden können, variieren je nach Mobiltelefon. Hier empfiehlt es sich, den Anbieter des Mobilfunkvertrages beziehungsweise den Mobilfunkhersteller über mögliche Einstellungen am Handy zu befragen. So lassen sich beispielsweise Käufe innerhalb von Handygames, die durch Klick auf einen Werbebanner getätigt werden, blockieren oder mit Altersbeschränkungen versehen.

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