Systeme & Plattformen


Für Spiele eignen sich unterschiedliche technische Plattformen. Ganz im Gegensatz zu den Anfängen der Computerspiele sind Arcade-Automaten in Spielhallen heutzutage nur noch eine Randerscheinung und als Spieleplattform nicht mehr von Belang. Wesentlich bedeutender sind seit den 90er Jahren private Computer (vor allem PCs), die in einem Großteil der Haushalte vorhanden sind. Aufgrund der hohen technischen Anforderungen vieler neuerer Computerspiele (z.B. an die Grafikkarten der Rechner) sind auf dem Markt auch spezielle „Gamer -PCs“ erhältlich, die entsprechend optimiert sind.

Alternativ zum PC bieten sich die Spielkonsolen oder mobile Endgeräte als Plattform an. Man unterscheidet zwischen stationären Spielkonsolen für den Heimgebrauch und mobilen Spielkonsolen (auch „Handheld-Konsolen “) für unterwegs. Außerdem können Smartphones und Tablets als mobile Spielgeräte genutzt werden.

Viele beliebte Spiele werden für mehrere Konsolen sowie für den PC angeboten und manchmal auch in Abwandlung oder ergänzend als Spiele-App für Smartphones und Tablets. In manchen Fällen gibt es die Möglichkeit, unabhängig vom Gerätetyp und Betriebssystem gemeinsam zu spielen (Cross-platform). Im Gegensatz dazu werden einige Spiele, so genannte „System-Seller“, speziell für eine bestimmte Konsole entwickelt und exklusiv für diese vertrieben, um deren Verkauf zu fördern.

Stationäre Spielkonsolen

Die Hardware stationärer Konsolen wird speziell für Spielzwecke entwickelt und ist entsprechend leistungsfähig. Auf dem Markt gibt es mehrere, konkurrierende Produkte, die sich einen harten Wettbewerb liefern. Zu den stationären Geräten der neuesten Generation zählen die PlayStation 3 (Sony), die Wii-Konsole (Nintendo) und die Xbox 360 (Microsoft). Als Eingabegeräte dienen typischerweise Gamepads mit einem Steuerkreuz und verschiedenen Aktionstasten, aber über Kameras (Eye Toy-Kamera, Microsoft Kinect) und bewegungsempfindliche Controller (z.B. Nintendo Wii, 2006) können Konsolenspiele auch mit Körperbewegungen gesteuert werden. In allen aktuellen Konsolen ist eine Onlinefunktion integriert, über die online gemeinsam gespielt oder neue Inhalte heruntergeladen werden können.

Mobile Spielkonsolen

Bereits ab 1989 faszinierte der Game Boy eine große Anzahl von Spielenden. Als bekannteste Vertreter konkurrieren der Nintendo 3DS und die PlayStation Vita um die Gunst der Gamer. Charakteristisch für den Nintendo 3DS sind zwei kleine Bildschirme, von denen einer die Steuerung per „Touchpen“ ermöglicht sowie das stereoskopische 3D-Display, das ohne 3D-Brille auskommt. Die PlayStation Vita dagegen besteht aus einem relativ breiten Display, flankiert von den Gamepad -typischen Funktionstasten. Ihr besonderes Kennzeichen ist der zusätzliche Steuerungs-Touchscreen auf der Rückseite. Moderne Handheld-Konsolen sind darüber hinaus in der Lage sich untereinander zu vernetzen beziehungsweise über die mobile Internetanbindung Onlinespiele zu ermöglichen.

Handys, Smartphones, Tablets & Co.

Das Mobiltelefon als Multifunktionsgerät stellt für die Nutzerinnen und Nutzer längst nicht mehr nur ein reines Kommunikationsmittel dar. Ganz selbstverständlich werden Smartphones auch als Spieleplattform verwendet. Sie grenzen sich insofern zu mobilen Spielkonsolen ab, da ihr vorrangiger Zweck nicht das Spielen ist. Kleine Spiele sind entweder bereits vorinstalliert oder werden als Spiele-Apps zum Download angeboten. Im Vergleich zu Konsolen- und PC-Spielen liegen die Anschaffungskosten entweder im Taschengeld-Bereich oder es handelt sich meist um Free2Play -Angebote. Die vergleichsweise geringen Kosten und die ständige Verfügbarkeit von Handys und Smartphones machen Spiele-Apps gerade für eine junge Zielgruppe attraktiv. Hinzu kommt, dass keine andere technische Plattform in dieser Altersgruppe so verbreitet ist. Die „Touchscreens“ aktueller Smartphones sowie Bewegungssensoren ermöglichen darüber hinaus neue Spielkonzepte und entsprechend neue Spielerlebnisse. Tablet-PCs nutzen ähnliche Steuerungskonzepte wie Smartphones, verfügen darüber hinaus aber meist über eine bessere Hardwareausstattung. Insbesondere der größere Bildschirm erweitert die Möglichkeiten. Die Spielauswahl, Steuerungsmöglichkeiten und Qualität der Spiele variieren je nach Mobilfunkgerät und Betriebssystem. Die derzeit in Deutschland verbreitetsten Smartphone-Systeme sind Android (Google, auf verschiedenen Tablet-PCs & Smartphones) und iOS (Apple, iPad, iPhone & iPod Touch).