Spielebeurteilung

World of Warcraft: Legion

30.01.2017
Im Jahr 2005 stand World of Warcraft erstmals in den Regalen. Das Online-Rollenspiel zählt mit weltweit etwa zwei Millionen Spielenden zu den erfolgreichsten Games überhaupt. Auch bei Nicht-Spielenden sorgt das Fantasy-Abenteuer wie kaum ein anderes Spiel für Gesprächsstoff.
Vor dem Einstieg in die Welt von World of Warcraft, kurz WoW, entscheiden sich die Spielenden für eine der beiden Fraktionen: Horde oder Allianz. Die anschließende Wahl aus einer der dreizehn Charakterklassen beeinflusst das Startgebiet. Auf Seiten der Allianz gibt es Menschen, Zwerge, Gnome, Draenai, Worgen und Nachtelfen. Auf Seiten der Horde Orks, Trolle, Tauren, Blutelfen, Goblins und Untote. Die Panda-ähnlichen Pandaren sind von beiden Fraktionen spielbar.

Es gibt Nahkampfklassen wie Krieger, Schurke oder Todesritter und Fernkämpfer, wie den Jäger, Hexenmeister oder Priester. Jede Klasse verfügt über gewisse Spezialitäten: So kann der Priester heilen, der Schurke schleicht sich fast unsichtbar an um aus dem Nichts plötzlich Schaden anzurichten und der Magier verwandelt Gegner in Schafe.
Im Charakterersteller können Geschlecht, Rasse, Klasse, Name und das Aussehen modifiziert werden.
Ein direktes Spielziel gibt World of Warcraft nicht vor, vielmehr definieren die Spielenden ihre Ziele. Die können zum Beispiel sein, den eigenen Charakter aufzuleveln oder bestimmte Erfolge freizuschalten. Dazu erledigt man spezielle Aufgaben, sogenannte Quests. Hier gilt es, Monster zu erlegen, Items zu sammeln, Nachrichten zu Überbringen oder Computergesteuerte Charaktere (NPCs) in Sicherheit zu begleiten.
Neben Quests können Dungeons abgeschlossen werden, das sind spezielle Gebiete mit stärkeren Monstern, die besonders wertvolle Waffen und Ausrüstung versprechen.

Alternativ können Spielende im Spieler-gegen-Spieler-Modus, kurz PvP , gegeneinander antreten und Ehre erspielen. Eine gewaltfreie Beschäftigung bietet das Handwerk mit Berufsbildern wie Schmied, Lederverarbeiter, Schneider, Alchemist oder Verzauberer. Hinzu kommen Möglichkeiten zum Sammeln von Rohstoffen wie Kräutern, Erzen oder Leder. Die Versorgungsbewussten lernen kochen, Erste Hilfe oder angeln.
Auf der Karte sind alle verfügbaren Worldquests verzeichnet. Welche zu erledigen sind, sehen die Spielenden anhand eines Fraktions-Symbols unten rechts.
Über sechs Erweiterungen sind Mittlerweile zu World of Warcraft erschienen, die neueste unter dem Titel 'Legion'. Im Laufe der Jahre hat sich das Spiel sehr verändert. Grundmechaniken des Gameplays blieben erhalten und die Grafik wurde seit der Erscheinung kaum überarbeitet, doch der Entwickler Blizzard fügt stetig Inhalte hinzu. Befand sich die Maximalstufe der Charaktere in der ursprünglichen Version von 2005 noch auf Level 60, erreicht man in der aktuellen Erweiterung 'Legion' erst auf Level 110 Endstufe. Das Leveln dauert nicht mehr mehrere Monate, sondern kann in wenigen Wochen abgeschlossen werden.

Erreicht der Charakter Stufe 110 gelangt er in das Gebiet der Verheerten Inseln, wo es gilt, die Welt von der brennenden Legion zu bewahren und diese mit Hilfe der magischen Säulen für immer fernzuhalten. Nun stehen als größte Herausforderung Schlachtzüge zur Verfügung, in denen 10 bis 25 Spielende auf 4 Schwierigkeitsgraden die finalen Bossgegner mit spezialisierten Fähigkeiten in die ewigen Abgründe schicken.

Die Ausrüstungsstufe der Charaktere zu verbessern ist die nie endende Aufgabe an die Spielenden. Dafür stehen tägliche Worldquests zur Auswahl und durch verschiedene Ereignisse erhalten die Spielenden Truhen, die seltene Gegenstände enthalten können.
Das Interface wirkt für Neu-Einsteigende zunächst unübersichtlich. Die meisten Features kommen aber erst mit der Zeit ins Spiel. Mit den anderen Charakteren lässt sich in Echtzeit interagieren.

Valerie Quade
Dieses Spiel wurde getestet von:

Bildnachweis

[1]World of Warcraft Pressematerial, Blizzard[2]Screenshot aus World of Warcraft, Blizzard[3]Screenshot aus World of Warcraft, Blizzard[4]Screenshot aus World of Warcraft, Blizzard

Pädagogische Beurteilung:

Seit dem Erscheinen im Jahr 2005 ranken sich um World of Warcraft Mythen und unzählige Geschichten, es war und ist Auslöser von Disskussionen über exzessiven Spielkonsum. Für die meisten Spielenden bedeutet World of Warcraft oft mehr als ein Videospiel, es verbindet sie mit Gemeinschaftssinn, Freundschaften und epischen Stunden in einer nahezu unendlichen Fantasiewelt die sich ständig verändert. Aktuell spielen etwa 2 Millionen Menschen auf den verschiedenen Servern weltweit.

Der Entwickler und Publisher Blizzard Entertainment muss sich immer wieder gegen harte Konkurrenz wie Star Wars: The Old Republic (SWTOR) und Final Fantasy XIV behaupten und den Spielenden laufend Anreize bieten, das über zwölf Jahre alte Spiel zu abonnieren. Denn während viele Konkurrenten mit dem Free2Play Model arbeiten, verlangt Blizzard zwischen 11 und 13 Euro pro Monat, je nachdem für wie viele Monate man am Stück bezahlt. Im Jahr ergibt dies somit Kosten von bis zu 130 Euro. Allein dadurch entsteht schon eine hohe ökonomische Spielbindung, schließlich möchte man das Geld nicht umsonst ausgegeben haben.

Wie für MMORPGs üblich, ist die zeitliche Bindung an das Spiel sehr hoch. Regelmäßige Aufgaben, wie Worldquests, Dungeons und Raids, durch die man besonders wertvolle Items erlangen kann, sind ein Grund dafür. Die Zeit, die für das Absolvieren dieser Aufgaben in Speziellen Gebieten variiert je nach Schwierigkeitsgrad zwischen 10 und 40 Minuten am Stück. Darüber hinaus spielt der soziale Aspekt eine wichtige Rolle. Einige essentielle Spielelemente erschließen sich erst mit einer Gruppe von Mitspielenden. Tritt man einer Gilde bei, einem Zusammenschluss von teilweise mehreren hundert Spielenden, eröffnet sich eine freundliche und hilfsbereite Gemeinschaft – solange man selber kontaktfreudig ist.

Blizzard hat erkannt, dass sich gerade jüngere Spielende oft nicht selber bremsen können, was die tägliche Spielzeit angeht und hat ein System eingeführt, dass es Eltern erlaubt, die Spielzeit festzulegen.

Das umfangreiche Spielsystem bietet aber auch eine Vielzahl an Möglichkeiten für Gelegenheits- und Einzelspieler oder für Zen-Gaming, also dem Spielen zum Entspannen. Wer zum Beispiel durch die liebevoll gestalteten Kontinente reist und 50 verschiedene Tiere entdeckt, schaltet den Erfolg 'Alle Tiere sind fein' frei. Der Einstieg in World of Warcraft ist sehr einfach. Der Schwierigkeitsgrad steigt proportional zum Level und somit zur Spielerfahrung der Spielenden. Alles Wissenswerte wird den Spielenden nach und nach erklärt, so dass auch MMORPG-Neulinge problemlos ins Spiel finden.

Fazit:

World of Warcraft hält durch die komplexen und umfangreichen Spielmöglichkeiten ein abwechslungsreiches Gameplay bereit. Erfolg, vor allem in den fortgeschrittenen Bereichen, ist nur durch regelmäßiges Spielen möglich. Durch einen einfachen Einstieg und die Möglichkeit auch alleine zu spielen, bietet das MMORPG Spaß für verschiedene Typen von Spielenden, auch für Rollenspiel-Neulinge. WoW verlangt Teamfähigkeit, Durchhaltevermögen, aber auch die Fähigkeit die eigene Spielzeit selbstständig zu kontrollieren. Deshalb ist das Spiel für Spielende ab 14 Jahren geeignet.
Valerie Quade
Dieses Spiel wurde beurteilt von:

Siehe auch

Spielebeurteilung

League of Legends

Mit einer Hand voll Helden gilt es die eigene Basis zu verteidigen und die feindliche zu zerstören. Das simpel klingende Spielprinzip von League of Legends benötigt taktische Finesse und eine gute Teamkoordination. Unsere Spieletester konnte das Online-Game überzeugen.

Spielebeurteilung

DotA2

In kaum einem anderen Spiel liegen Erfolgserlebnisse und Frustration so nah beieinander. Dennoch begeistert DotA2 Millionen Gamer. In 5er Teams treten sie gegeneinander an. Dabei sind Taktik, Teamplay und schnelle Auffassungsgabe unverzichtbar.

Spielebeurteilung

World of Warcraft

Vor drei Jahren stand World of Warcraft erstmals in den Regalen. Das Online-Rollenspiel zählt heute mit seinen weltweit etwa zehn Millionen Spielenden zu den erfolgreichsten Games überhaupt. Auch bei Nicht-Spielenden sorgt das Fantasy-Abenteuer wie kaum ein anderes Spiel für Gesprächsstoff.

Schreib einen Kommentar

* Pflichtangaben