Final Fantasy XIV

02.06.2015
Nach dem Erfolg der Vorgängertitel schlägt die berühmte Videospielreihe jetzt mit einem MMORPG ein neues Kapitel auf. Nichts für MMO-Neulinge – die sind mit der unübersichtlichen Welt von Final Fantasy XIV schnell überfordert. Hat man erst mal den Durchblick, ist jedoch langfristiger Rollenspiel-Spaß garantiert.

Vor dem Einstieg gilt es den eigenen Charakter zu erstellen. Zur Auswahl stehen fünf Völker, die nochmals in zwei Volksstämme mit unterschiedlichen Attribut-Werten wie Stärke oder Intelligenz unterteilt sind. Die anschließende Wahl aus einer der acht Charakterklassen beeinflusst das Startgebiet. Jede Klasse verfügt über gewisse Spezialitäten: So kann der Druide heilen, während der Gladiator als Tank die Gruppe schützt. Später kann ein einzelner Spielcharakter aber ebenfalls alle anderen Klassen erlernen. Neben dem Aussehen der Figur können auch Namenstag und Schutzgottheit bestimmt werden, was sich auf die Werte und die Handlung auswirkt.

Die Spielenden haben die Wahl aus fünf Völkern
Die Spielenden werden durch eine kurze Introsequenz in die Story eingeführt. Sie landen als Abenteurer auf dem Kontinent Erozea, dem westlichsten der drei großen Kontinente des Planeten Hydealyn. Die Eorzäer stehen an der Wende zu einer neuen Ära der Lichts nach der Siebten Ära des Schattens. Von Osten her treiben die feindlichen Truppen des Garleischen Kaiserreichs die Invasion voran, während die Wilden Stämme Wesen mit göttlichen Kräften zu ihrer Unterstützung beschwören: die Primae. In jedem Startgebiet Eorzeas gibt es eine Abenteurergilde, die erste Anlaufstelle für Kämpfer genauso wie für Handwerker. Die Gilde stellt, wie auch NPCs, Erlasse aus – Aufträge, deren Erfüllung man sich mit Gil, der Spielwährung, vergüten lassen kann.

Die Grafik raubt an manchen Stellen vor Allem dank der Lichteffekte den Atem.
Durch ein spielbegleitendes Texttutorial, das über Buttons aufploppt, werden Spielfunktionen und Optionen erklärt. Dieses setzt sich immer dann fort, wenn neue Fähigkeiten dazukommen oder bisher unbekannte Aufgaben Aktionen der Spielenden fordern. Für die ausgeführten Erlässe bekommen sie Ausrüstung, Heiltränke, Gil und gleichzeitig Erfahrungspunkte, damit werden höhere Level erreicht. Ätheryten und Luftschiffe stellen schnelle Reisemöglichkeiten dar. Im späteren Verlauf kommen Dungeons und Regionsereignisse, sogenannte „Fates“ hinzu, bis schließlich die Endstufe 50 erreicht wird. Dann beginnt das Gruppen-Gameplay , bei dem mit spezialisieren Fähigkeiten die Endbosse besiegt und die Story abgeschlossen werden kann.

Die Hallen der Händler sind - wie viele andere Teile des MMOs - sehr unübersichtlich.
Zum Spielen wird eine dauerhafte Internetverbindung benötigt und es fallen monatliche Kosten von bis zu 13 Euro an. Als Eingabe können Tastatur und Maus oder ein Controller verwendet werden.
Valerie Quade
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Bildnachweis

[1]Square Enix[2]Square Enix[3]Square Enix

Pädagogische Beurteilung:

Final Fantasy startete als story- und actionlastige Rollenspielreihe, geeignet für ein breites Publikum. Mit den Vorgängertiteln hat das MMO die umfangreiche Geschichte und die detailliert gestaltete Welt, sowie Figurengestaltung gemeinsam. Rollenspielmaßstäbe werden durch die detaillierte Grafik gesetzt. Die Welt ist liebevoll ausgearbeitet, die Story tiefgründig und die Zwischensequenzen emotional und eindrucksvoll. Die Idee der Fates, die spontan auftauchen und schnell abgeschlossen werden können, stellt eine gelungene Abwechslung zu anderen Spielelementen dar und fördert das Teamplay. Denn wird ein Monster erledigt, bekommen alle Spieler Erfahrungspunkte und Loot, selbst wenn sie nicht in einer Gruppe sind. Das komplexe Spielsystem bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, was nicht nur Vorteile hat.

Der brutal harte Einstieg verschreckt trotz Tutorial Einzelgänger, die daran gewohnt sind, von einem modernen Online-Rollenspiel jeden Mausklick erklärt zu bekommen. Ein großes Einstiegshindernis bei der Orientierung stellt die Karte dar. Oftmals ist weder der Standortcurser zu sehen, weil er verdeckt ist, noch können benachbarte Gebiete gefunden werden. Ätheryten sind nicht beschriftet und so muss auf gut Glück ein Name angeklickt werden, bis man irgendwann Name und Standort auswendig weiß. NPCs sind häufig nicht dort zu finden, wie auf der Karte angegeben, was, genau wie die zu kleine Lebensanzeige, für Frust sorgt. Plötzlich stirbt man beim Questen ohne Vorwarnung. Durch ein fehlendes Auktionshaus- und Postsystem ist das Handeln sehr mühselig und da wichtige Handwerks-Infos nicht direkt im Spiel zu finden sind, muss häufig auf Webseiten nach Lösungen gesucht werden.

Wer als Solist die komplexe Welt von Hydaelyn betritt, ärgert sich über die wenigen Quests und sucht verzweifelt nach Inhalten, weil es, ähnlich wie in Adventures, plötzlich scheinbar nicht mehr weitergeht. Einige essentielle Spielelemente erschließen sich erst mit einer Gruppe von Mitspielenden, sodass im Kontrast zu anderen MMOs kaum alleine gespielt werden kann. Allerdings bildet die Final Fantasy XIV Community eine außerordentlich freundliche und hilfsbereite Gemeinschaft – solange man selber kontaktfreudig ist. Jüngere Spielende sollten in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen werden, keine persönlichen Daten herauszugeben.


Fazit:

Final Fantasy XIV hält durch die komplexen und umfangreichen Spielmöglichkeiten ein abwechslungsreiches Gameplay bereit, bei dem nach einem zähen Einstieg die Motivation stetig steigt. Dadurch, dass Funktionen teilweise unerklärt bleiben und viele Elemente eine gewisse MMO Erfahrung voraussetzen, ist das Spiel für Spielende ab 14 Jahren geeignet.
Valerie Quade
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Siehe auch

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1 Kommentar

zykro schreibt:

Hallo
ich habe schon länger das interesse eines der final fantasy online games zu versuchen es hat mich nur immer gestört, dass man monatlich zahlen muss. Jetzt habe ich seit gestern die möglichkeit der 14 tage kostenlos aktion von dem game genutzt und muss sagen das es wirklich spass macht !
Es gibt auf jedenfall sachen die man nicht erklärt bekommt aber im grossen und ganzen ist es eigentlich recht simpel zumindest bis lvl 20 da ich bis dahin nur spielen kann.

mein fazit : ein wirklich sehr gelungenes mmo besonders in den vordergrund gezogen das klassen- sowie das berufssystem ! Das questen ist so lala die fates sind wie bei rift die risse also auch nicht neues .

07.11.2014 um 19:40


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