Battlefield 1942

15.03.2011
Battlefield 1942 ist der erste Teil der Battlefield-Reihe und spielt zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges. Der Taktik-Shooter erfreut sich in der Internetgemeinschaft großer Beliebtheit und gehört zu einem der meistgespielten Online-Shooter.


Briten gegen Deutsche oder Amerikaner gegen Japaner kämpfen an verschiedenen Kriegsschauplätzen aus dem Zweiten Weltkrieg, von der Wüste Nordafrikas bis zum Inselkrieg bei Guadalcanal. Die Spielenden wählen zu Beginn des Einsatzes einen Soldaten-Typ: Scharfschütze und Aufklärer, Sturmangriff-Spezialist, Sanitäter, Pionier oder der Grenadier. Anschließend geht es entweder zu Fuß ins Gefecht oder mit einem der Fahrzeuge, die am Startpunkt herumstehen. So ziemlich alles, was fährt, fliegt oder schwimmt und dabei schießt, kann von einem oder mehreren Spielenden gesteuert werden: Panzer, Schiffe, Flugzeugträger, Jeeps, Bomber und Jagdflugzeuge. Ebenfalls von Spielenden steuerbar: Stationäre Geschütze (auch auf Schiffen), Flak-Kanonen und Haubitzen. Das nahtlose Mit- und Gegeneinander der verschiedenen Waffentypen spielt eine wichtige Rolle. Panzer sind beispielsweise erst dann wirklich erfolgreich, wenn sie von gleichzeitig vorrückender Infanterie unterstützt werden.
Im Gegensatz zu anderen geschichtlichen Tatsachen wurden die verschiedenen Waffensysteme akkurat umgesetzt. Die deutschen Panzer beispielsweise sind meist gut gepanzert und feuerstark, dafür aber weniger schnell und wendig als ihre amerikanischen Konkurrenten. Das hügelige, anspruchsvolle Terrain der meisten Einsatzgebiete ermöglicht verschiedene Taktiken.. Bei der Steuerung verzichteten die Hersteller dagegen auf hohen Realitätsgrad. Mit wenigen Standard-Tasten steuern die Spielenden alle Fahrzeuge gleichermaßen; die Funktionstasten oben auf der Tastatur dienen zur Kommunikation mit den Verbündeten.

In Punkto Missionen geht das Battlefield 1942 einen Sonderweg: Klassische Einsätze der Sorte "zerstöre dieses Treibstofflager" oder "wehre einen Panzerangriff ab" gibt es nicht. Stattdessen gilt als Ziel eines jeden Einsatzes, ein knappes Dutzend Kontroll-Bunker auf der Karte einzunehmen. Diese Bunker dienen nicht nur als Feuerstand, Munitionsdepot und Feldlazarett, sondern gleichzeitig auch als Wiedererweckungs- (Respawn)- Punkte für getötete Spielende. Jede Seite verfügt nur über eine begrenzte Zahl an Lebenspunkten. Von dieser zieht das Spiel für jeden getöteten Spielenden einen Punkt ab – so lange, bis eine Seite entweder keine Punkte oder keine Bunker mehr hat.
Online-Gefechte mit zahlreichen Spielenden (32 pro Server sind Standard) war die Absicht des Herstellers. Eine klassisch-realistische Mission widerspräche aufgrund ihrer Kompliziertheit den groß angelegte Internet-Gefechten. Es erschienen mehrere Add-Ons zu dem Spiel und es wurde in der eSports-Szene und auf LAN -Partys häufig gespielt.

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Pädagogische Beurteilung:

Das Spiel ist in der Onlinespieler-Szene sehr bekannt. So reizvoll es sein mag, mit 32 Spielern gemeinsam bzw. gegeneinander zu spielen, stellt sich doch die Frage, ob hierzu alle Mittel recht sind. Zweite Weltkriegsschauplätze als Spielumgebung um des Spiels willen zu nutzen, alles Geschichtliche zu entfernen und Kriegsleid komplett außen vor zu lassen, dadurch gerät der Zweite Weltkrieg zu einem virtuellen Abenteuerspielplatz. Auch mit hinreichend geschichtlichem Hintergrundwissen von Seiten der Spieler bleiben dem Pädagogen, nicht nur der älteren Generation, ein bisschen Bauchschmerzen.
Es ist schon verwunderlich, mit wie viel Respektlosigkeit Entwickler Geschichte plündern und daraus eine Art virtuellen "Wilden Westen" generieren. Natürlich macht das Spiel mit so vielen Mitspielern in einer virtuellen Umgebung Spaß und kann auch als Thrill empfunden werden, aber darf, ethisch gesehen, so mit Geschichte umgegangen werden? "Star Wars Battlegrounds" macht es zum Beispiel besser, übernimmt das Gameplay, verlagert dies alles aber in eine Zukunfts-Welt, das Star Wars-Universum. Auch hier kann im Team zusammen gearbeitet werden. Auch hier kann das beste Team ermittelt werden.
Ansonsten bietet "Battlefield" technisch ein perfektes Gameplay und LAN-Spaß mit moderater Hardware-Anforderung.

Das Wichtigste in Kürze:
• Krieg als Abenteuerspielplatz
• bekanntes LAN-Spiel
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2 Kommentare

Der mit dem Rolf tanzt schreibt:

"Battlefield 1942" ist ein Spiel, das es zu 100% auf Spielspass, Action und Teamwork abgesehen hat. Das Spiel macht auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Die Karten sind Schauplätze echter Schlachten im 2. Weltkrieg und es gibt authentische Waffen und Fahrzeuge.
Aber: Das Spiel ist alles andere als nah an der Realität. Der Spieler startet, kann alles benutzen und machen was er will. Flugzeuge heben nach fünf Meter Rollbahn ab und mit Jeeps kann man in Panzer fahren, um sie zu zerstören. Blut gibt es in diesem Spiel kaum, das macht der Hersteller meiner Ansicht nach, um es unter bestimmte Altersbeschränkungen zu drücken. Das Problem ist nur: Der Krieg wird als Spaß dargestellt!

Spieler von "Battlefield" sind normalerweise nicht sonderlich interessiert an der Geschichte des 2. Weltkrieges und kümmern sich nicht um Realismus. Dass ein Mensch nach einem Treffer eines 7.9mm Geschosses noch 30HP (HealthPoints) hat, anstatt zu sterben, ist ihnen egal. Die wahre Brutalität des Krieges wird bewusst herausgelassen und durch Spaß ersetzt. Das Problem dabei ist: Die meisten Spieler merken das nicht.

Allerdings werden Spiele wie dieses nie verboten. Obwohl sie in meinen Augen die wahre Gefahr darstellen. "Doom3" zum Beispiel ist ein reines "Splatter"-Spiel, dass man eher aus Spaß am Übertriebenen spielt. Man weiß, dass das nicht real ist. Bei "Battlefield" ist man allerdings in diesem Glauben.

02.09.2005 um 19:09
Jan schreibt:

Einem Spieler geht es nicht darum Leute zu töten. Es geht zum Beispiel wie in Battlefield darum die Stützpunkte einzunehmen und die Punkte des Gegners zu senken. Kein Spieler setzt sich an den PC um Menschen zu töten sondern um Spaß zu haben.

18.05.2007 um 19:08


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