BIU: Die Hälfte der Deutschen spielt

13.09.2016
Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (kurz: BIU) hat im August 2016 eine Infografik zum Vorjahr veröffentlicht. Anschaulich werden hier aktuelle Zahlen in den Bereichen Ausgaben, Nutzer- und Nutzerinnen, Spiele-Hardware und Kauf per Download angegeben.

Wachsender Umsatz mit Mikrotransaktionen

Der Umsatz mit Spiele-Software in Deutschland wächst weiterhin. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Umsatz von 1,92 Milliarden auf 1,99 Milliarden gestiegen und damit um 3,5 Prozent gewachsen. Vor allem der Umsatz mit Mikrotransaktionen weist ein hohes Wachstum auf: Dieser ist seit 2014 um 18 Prozent gewachsen. Der Umsatz durch einen einmaligen Kauf von Spiele-Software ist dagegen vor allem auf dem PC, auf Handheld-Konsolen und Mobilgeräte wie Smartphones und Tablets gesunken.

Jeder zweite Gamer ist weiblich, jeder vierte über 50 Jahre alt

Auch eine weitere Tendenz bestätigt sich in der aktuellen BIU-Infografik: Die Hälfte der Gamer ist weiblich. Bereits 2011 zeigten Zahlen des BIU, dass digitale Spiele zunehmend auch Frauen begeistern. Mittlerweile stemmen sie 47 Prozent der Spielenden in Deutschland. Zudem werden die Nutzer- und Nutzerinnen digitaler Spiele älter. Mit 8,4 Millionen Menschen stellt die Gruppe der über 50-Jährigen inzwischen ein Viertel aller Gamer in Deutschland. Das Durchschnittsalter liegt bei 35 Jahren.

Infografik BIU: Deutscher Markt für digitale Spiele 2015


Die liebste Spieleplattform der Deutschen: Der PC

18,4 Millionen Menschen spielen digitale Spiele auf dem PC. Damit rangiert der PC weiterhin auf dem ersten Platz der beliebtesten Spieleplattformen, noch vor dem Smartphone (17,2 Millionen) oder der stationären Konsole (15,6 Millionen). Die BIU sieht die Gründe hierfür unter anderem an den verschiedenen Nutzungsarten, die der PC ermöglicht. An ihm kann man zum Beispiel Virtual-Reality-Brillen anschließen oder kostenlose Browsergames spielen. Vor allem erstere trifft bei jungen deutschen Internetnutzern und –nutzerinnen auf großes Interesse: 62 Prozent der 14- bis 19-Jährigen und 46 Prozent der 20- bis 29-Jährigen möchten gerne eine VR-Brille nutzen.

Umsatz mit Spiele-Apps steigt stark an

Auch der Umsatz mit Spiele-Apps wächst: Betrug er 2014 noch 241 Millionen Euro, sind es ein Jahr später schon 315 Millionen Euro, ein Wachstum von 31 Prozent. Diese hohen Umsatzzahlen sind vor allem In-App-Käufen zu verdanken. Während der Umsatz mit Mikrotransaktionen um 36 Prozent wächst, sinkt der Umsatz durch einmaligen App-Kauf um 17 Prozent. Für Spiele-Apps gaben die Deutschen durchschnittlich 3,22 Euro aus.

Weblinks

Infografik des BIU: Deutscher Markt für digitale Spiele 2015

Bildnachweis

[1]BIU

Siehe auch

BIU: Durchschnittlicher Gamer ist 35 Jahre alt

Der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e. V. (BIU) hat neue Zahlen über die Entwicklung der Spielenden-Demographie in Deutschland veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass das Durchschnittsalter der Gamer steigt. Insbesondere die Gruppe der über 50-Jährigen erfährt Zuwachs.

BIU: Free2Play-Modell setzt sich durch

Jedes Jahr veröffentlicht der BIU die neusten Zahlen zum Umsatz mit Spiele-Apps in Deutschland. Dabei wird wieder aufs Neue deutlich: Der Markt boomt, Spiele-Apps sind so beliebt wie nie zuvor. Die Zahlen zeigen aber auch, dass sich vor allem das Free2Play-Modell durchsetzt.

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