spielbar-Jugendredaktion

„Es geht nicht um Geld, es geht um die Freiheit“ – Ein Mafia III Report.

20.08.2016
Bereits seit 2002 führt die Computerspielreihe Mafia in die kriminelle Parallelwelt der USA. Auf der gamescom wurde nun der neuste Teil, Mafia III, vorgestellt. Die Jugendredakteure Knuth und Lucas hatten die Möglichkeit, das Spiel genauer unter die Lupe zu nehmen und berichten von ihren Eindrücken.

Mit dem im Titel genannten Zitat stellt sich Lincoln Clay, der Hauptcharakter von Mafia III, vor. Im exklusiven gamescom-Trailer zeigte das Entwicklerstudio 2K neues Material zum Open-World-Shooter, darunter auch erste Gameplay -Szenen. Zu fetzigen 60er-Sounds können wir erste Einblicke in die Spielwelt von Mafia III gewinnen und machen neue Bekanntschaften mit bisher noch nicht vorgestellten Charakteren.

So wird Mafia III auf der gamescom gezeigt.


Die Spielwelt

Wir befinden uns diesmal in New Bordeaux, einer fiktiven Stadt, die dem New Orleans der späten sechziger Jahre nachempfunden ist. Die Spielwelt teilt sich in zehn Bezirke mit eigenen Wirtschaftssystemen auf. Darunter befindet sich zum Beispiel das im Süden liegende Bayau, charakterisiert durch eine eher sumpfige Landwirtschaft und zwielichtige Hinterweltler, die für die italienische Mafia Waffen und Schwarzgebranntes schmuggeln. Im Westen befindet sich Debray Hollow, der Heimatdistrikt von Lincoln Clay, in welchem die Mafia hauptsächlich Prostitution und Drogenhandel betreibt. Inmitten der pulsierenden Metropole liegt Downtown. Neben historischen Gebäuden und Wolkenkratzern können wir hier auch erste Gameplayszenen mit verfolgen und lernen den Charakter Tony Derazio kennen.

Erste Gameplay-Szenen

Der penible Mafia Buchhalter und Geldeintreiber Tony DeRazio sorgt dafür, dass lokale Politiker und Polizisten geschmiert werden. Wir sehen, wie er sich im Royal Hotel einschließt. Hier gilt es, das Gebäude zu infiltrieren, um den Gangster im obersten Stockwerk zu stellen. Da das Gameplay live von einem Mitarbeiter gespielt wird, darf das Publikum mitentscheiden, wie an die Aufgabe herangegangen werden soll. So kann man entweder bis an die Zähne bewaffnet das Gebäude stürmen oder still und heimlich die Wachen ausschalten. Wir entscheiden uns für den Schleichangriff. Dabei fällt uns schnell auf, dass die Todesanimationen auffällig brutal, roh und explizit dargestellt werden. Beispielsweise rammt Lincoln einem der Gangster sein Messer direkt ins Gesicht.

Damit wird an dieser Stelle einer der großen Unterschiede zu den Vorgängern des nun dritten Spiels der Mafia-Reihe deutlich. So ist neben dem großen Schritt von einer linearen Story in einer beschränkten Welt zu einer offenen Welt mit viel Entscheidungsfreiheiten, von denen sich jede auf den Verlauf des Spiels auswirken solle, vor allem die Persönlichkeit der Protagonisten eine entscheidende Änderung. Treten in den ersten beiden Teilen die Hauptpersonen noch mit Schirm, Charme und Melone auf, wird Lincoln Clay in Jeans und Militärjacke als abgebrühter Kriegsveteran glaubwürdig dargestellt.

Das Plakat am Mafia-III-Stand zeigt Protagonist Lincoln Clay.


Fazit

Insgesamt gingen wir mit einem positiven Gefühl aus der Präsentation. Die cineastische Kulisse und die charmante, in ein 60er-Flair getauchte Atmosphäre helfen einem dabei, schnell in die Spielwelt zu finden. Die Zwischensequenzen sind zeitlich gut eingebunden und treiben in einem angenehmen Tempo die Story voran. Der Protagonist zeigt trotz weniger Dialogszenen bisher schon reichlich Tiefe und macht uns neugierig auf seine Charakterentwicklung im Spielverlauf. Die einzelnen Bezirke sind liebevoll gestaltet, bieten ausreichend Abwechslung und wirken in sich stimmig. Am 7. Oktober erscheint Mafia III dann endlich für PC, Playstation 4 und Xbox One. Es bleibt abzuwarten, inwiefern sich das Spiel von schon bekannten Open-World-Shootern abhebt oder ob sich Mafia III als ein GTA im Smoking entpuppt. Wir hoffen, dass der Hype durch die schon bestehende Fan-Community weiter anhält und das Spiel einige Innovationen für das Genre bereithält.
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Dieser Artikel wurde verfasst von:

Bildnachweis

[1]Lucas Harzenetter, Knuth Trepping[2]Lucas Harzenetter, Knuth Trepping

Siehe auch

Spielebeurteilung

Mafia 2

Mafia 2 versetzt die Spielenden ins Amerika der 40er und 50er Jahre zurück. In der Rolle von Vito Scaletta durchleben sie eine virtuelle Gangsterkarriere. Atmosphärisches und gewalthaltiges Actionspiel, das nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen gehört.

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