Mobile Games weiterhin auf dem Vormarsch

27.11.2015
Jedes Jahr gibt die JIM Studie einen Überblick über die Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen von 12 bis 19 Jahren. Weiterhin sind digitale Spiele ein wichtiger Bestandteil ihres Alltages. Die aktuellen Zahlen bestätigen vor allem den Trend zum Mobile Game. Wir stellen die wichtigsten Ergebnisse vor.

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest (MPFS) veröffentlicht seit 1998 einmal im Jahr Zahlen zum Mediennutzungsverhalten von deutschen Jugendlichen zwischen 12 und 19 Jahren. Seit mehreren Jahren ist auch das Thema Computerspiele fester Bestandteil innerhalb der Studie. Dieses Jahr wurden erstmals auch Tablets als Spieleplattform betrachtet.

Spielen stark im Alltag integriert

Bei den Zahlen der JIM Studie 2014 wird erneut deutlich, wie stark digitale Spiele im Alltag der Jugendlichen integriert sind. Nur 13 Prozent der Mädchen spielen nie, bei den Jungen sind es sogar nur 2 Prozent. Die „traditionellen“ Spielemöglichkeiten über Computer, Konsole oder online werden genau wie das Smartphone von knapp der Hälfte der Jugendlichen regelmäßig zum Spielen genutzt. Dabei gibt es verschiedene Nutzungsmuster unter den Geschlechtern.

Bild: (c) JIM Studie 2014


Mobile Games vor allem bei Mädchen beliebt

Das Interesse für Mobile Games ist bei beiden Geschlechtern ausgeglichen. Während aber mit FIFA (25 %), Call of Duty (21 %) und Minecraft (18 %) hauptsächlich PC- und Konsolenspiele zu den beliebtesten Spieltiteln der männlichen Jugendlichen gehören, liegen bei den Mädchen drei Spiele-Apps auf den ersten Plätzen: Candy Crush (19 %), Quiz Duell (11 %) und 2048 (11 %). Erst an vierter Stelle folgt mit dem Simulationsspiel Die Sims (10 %) ein PC-Spiel. Weibliche Jugendliche scheinen beim Spielen vor allem auf das Smartphone zurückzugreifen. Dieser Trend war bereits in der letzten JIM-Studie zu beobachten.

Bild: (c) JIM Studie 2014


Tablets noch nicht durchgesetzt

Das Spielen über Tablet-PCs hat sich mit nur 13 Prozent, die es regelmäßig dafür nutzen, noch nicht im Alltag der Jugendlichen durchgesetzt. Grund dafür ist zum einen die beschränkte Verfügbarkeit – nur jeder fünfte Jugendliche besitzt ein eigenes Tablet. Zum Spielen wird häufig auch nach dem „Familien-Tablet“ gegriffen, das in der Hälfe aller deutschen Haushalte vorhanden ist.

Jugendschutz?

Im Zusammenhang mit dem Jugendschutz wurden die Jugendlichen auch gefragt, ob sie bereits mit Spielen in Berührung kamen, die problematische Inhalte besitzen. 71 Prozent der befragten Jugendlichen bejahen diese Frage. Die eigene Nutzung gewalthaltiger Spiele geben 57 Prozent der Jungen und 19 Prozent der Mädchen an. Dieser Wert ist im Vergleich zum letzten Jahr um sieben Prozentpunkte gestiegen. Am häufigsten wurden von den Jugendlichen in dem Zusammenhang die Spiele Call of Duty, Battlefield 4 und Grand Theft Auto V genannt. Alle drei besitzen laut USK keine Jugendfreigabe.

Bild: (c) JIM Studie 2014


Über die JIM-Studie

Die JIM Studie (Jugend, Information, (Multi-)Media ist eine als Langzeitstudie konzipierte Untersuchung zur Mediennutzung 12- bis 19-Jähriger in Deutschland. Jährlich wird sie vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest herausgegeben. Die Ergebnisse der aktuellen JIM Studie beziehen sich auf eine repräsentative Stichprobe von rund 1.200 Jugendlichen, die 2014 telefonisch befragt wurden.

Schwerpunkte werden innerhalb der Studie unter anderem auf die Bereiche Musik, Bücher, Internet, Fernsehen, Radio und Handy gesetzt. Seit mehreren Jahren ist auch das Thema digitale Spiele fester Bestandteil innerhalb der Studie.

Die komplette JIM Studie kann auf der Seite des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest kostenlos herunter geladen werden.

Weiterführende Links

JIM Studie 2013

Praxiswissen Handygames auf spielbar.de

Vollzug und Kontrolle im Praxiswissen Jugendschutz auf spielbar.de

Weblink

JIM-Studie auf der Seite des Medienpädagogischen Forschungsverbundes

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