USK-Jahresbilanz 2011

(Neue) Herausforderung: Online-Spiele

25.02.2013
Bei der USK hat sich in den letzten zwei Jahren viel verändert. Im umfangreichen Jahresbericht werden die Umgestaltungen zusammengefasst und die Schwerpunkte der Arbeit der Jahre 2010 und 2011 dokumentiert. Insbesondere Online-Spiele fordern Veränderungen.

Der Spielemarkt wächst und ist einer stetigen Veränderung unterworfen. Die Grenzen zwischen Off- und Online verwischen zunehmend. Klassische Konsolen - und Computerspiele bekommen Konkurrenz durch Casual Games , Spiele für Handys und Smartphones sowie Computerspiele die online vertrieben werden. Aus der kürzlich veröffentlichten Jahresbilanz der Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), die in Deutschland für die gesetzliche Alterskennzeichnung von Computerspielen zuständig ist, geht hervor, dass bereits ein Viertel aller 2011 in Deutschland vertriebenen Spiele als Download oder für mobile Endgeräte verkauft wurden und so die bisherige Prüfung durch die USK umgingen.

Die USK reagierte darauf einerseits mit einer Beschleunigung des Prüfverfahrens, andererseits mit der Entwicklung eines neuen Tätigkeitsschwerpunkts im Bereich Online-Spiele. Erst im September 2011 wurde USK.online als Einrichtung der Freiwilligen Selbstkontrolle für Online-Angebote durch die Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) anerkannt. Wie sich die Arbeit der USK.online im Detail gestaltet, wird höchstwahrscheinlich im nächsten Jahresbericht nachzulesen sein.

Aus dem aktuellen Jahresbericht gehen weitere Schwerpunkte der vergangenen Jahre vor, wie die Entwicklung eines einheitlichen technischen Standards für Jugendschutzprogramme, sowie dem „Pilotprojekt Klassifizierung“, das Modelle zur Selbstklassifizierung durch die Anbieter erproben soll. Hierfür wurde der Kriterienkatalog des PEGI-Klassifizierungssystems ins Deutsche übertragen. Die Auswertung des 922 Beurteilungen umfassenden Projekts soll noch 2012 erfolgen. Durch die Selbstklassifizierung können Anbieter auch eigenständig ihr Angebot prüfen und entsprechende Hinweise anbringen oder Zugangsschwellen einrichten. So kann der Jugendschutz im Bereich der Onlineangebote zusätzlich zur Arbeit der USK gestärkt werden.

Weitere Informationen zur Prüfstatistik der Jahre 2010 und 2011 finden sich imUSK-Jahresbericht 2011.

Weiterführende Links

Jugendschutz im Internet: Zwei neue Selbstkontrollen für Onlinespiele

USK-Jahresbilanz 2009: Mehr Games als je zuvor

Interview mit Felix Falk: Jugendschutz im Internet III – Was macht die USK?

Weblinks

USK Jahresbericht 2010/2011

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