Nintendo 3DS im Test

3D-Gaming, StreetPass, Augmented Reality

19.05.2015
Seit Ende März ist der Nintendo 3DS in Deutschland erhältlich. Allein in den ersten beiden Verkaufstagen ging die Handheld-Konsole hierzulande über 50.000 Mal über die Ladentheke. Sie begeistert Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Doch was ist so besonders an dem 3DS?


3D-Effekt für unterwegs ohne Brille

Der Name der Weiterentwicklung des Nintendo DS sagt es eigentlich schon. Der Nintendo 3DS zeigt dreidimensionale Bilder, und zwar ohne zusätzliche 3D-Brille. Möglich macht das ein autostereoskopisches Display. Die Raumwirkung entsteht durch die Überlagerung zweier Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven, eines für das rechte und eines für das linke Auge. Einzige Vorraussetzung, um diese Raumwirkung wahrnehmen zu können, ist der richtige Winkel zum Gerät. Bewegt man sich stark oder schaut schräg auf dem Bildschirm wirken die Bilder verschwommen und unscharf.
Der 3D-Effekt wirkt für Ungeübte anfangs befremdlich und es bedarf ein paar Minuten, bis man sich daran gewöhnt hat. Über einen Schieberegler am Nintendo 3DS können die Spielenden die Intensität der 3D-Darstellung individuell auf sich abstimmen oder ganz abschalten.
Bereits vor der Markteinführung warnte der Hersteller vor möglichen Augenschäden bei Kleinkindern. Medizinisch ist derzeit nichts erwiesen, dennoch sollen unter-sechs-jährige den 3DS nur im 2D-Modus nutzen, so Nintendo. Eltern können hierfür eine spezielle passwortgeschützte Einstellung nutzen, über die der 3D-Effekt deaktiviert wird.

Mit anderen Gamern interagieren mit StreetPass

Schaltet man das Gerät nicht ganz aus, sondern trägt es im Stand-by-Modus mit sich, so kommuniziert der 3DS mit seiner Umgebung. Trifft man auf andere 3DS-Besitzerinnen und –Besitzer werden Miis, die individuelle Avatare der Spielenden, und manchmal auch seltene Gegenstände zu Spielen ausgetauscht. Letzteres setzt natürlich voraus, dass das jeweilige Spiel die StreetPass-Funktion unterstützt. Mithilfe der auf die Art und Weise gesammelten Miis können weitere Mini-Spiele gespielt werden.

Bild: so funktioniert StreetPass für den Nintendo 3DS


Hier spielt vor allem der Reiz des Unbekannten eine motivierende Rolle. Jeder Spaziergang kann zu neuen Miis und Gegenständen in der eigenen Sammlung führen. Wer sich hier um seine Privatsphäre sorgt kann die Funktion auch problemlos ausschalten.
Da die StreetPass-Funktion nur auf wenige Meter funktioniert, ist die Chance der Begegnung vor allem dort hoch, wo viele Menschen sind. Aus dem Grund organisieren sich seit Markteinführung des Nintendo 3DS weltweit StreetPass-Gruppen, die sich zu festgelegter Zeit an einem bestimmten Ort treffen, um gemeinsam zu spielen sowie Spieldaten und Miis miteinander zu tauschen. Dieses soziale Spielerlebnis trägt entscheidend zur Faszinationskraft der neuen Nintendo 3DS-Konsole bei.

Die Realität wird zum Spielfeld mit Augmented Reality

Neben der 3D-Fähigkeit und StreetPass bietet das Gerät auch Augmented Reality–Funktionen. Zwei Kameras auf der Rückseite des Handhelds filmen dazu die reale Umgebung und geben sie auf dem Bildschirm wieder. Nun kommen spezielle Augmented Realitiy-Karten zum Einsatz, von denen einige bereits mit dem 3DS mitgeliefert werden. Legt man eine diese Karten vor dem Handheld auf einen Tisch, so erscheint, allerdings nur auf dem Bildschirm sichtbar, eine virtuelle Figur auf dem Tisch.
Bisher beschränkt sich die Augmented Reality-Funktion auf dem Nintendo 3DS allein auf ein Minispiel und die Möglichkeit, bekannte Computerspielfiguren wie Mario oder Link (aus Zelda) vor dem Hintergrund der realen Umgebung darzustellen. Hier besteht noch einiges an Potential.

Jugendschutz: Altersbeschränkungen auf dem 3DS

Wie erwähnt gibt es für Eltern die Möglichkeit, den 3D-Effekt durch eine Passwort geschützte Funktion zu deaktivieren. Darüber hinaus bietet der Nintendo 3DS weitere Sicherheitseinstellungen. So können Eltern beispielsweise den Internet-Zugang und die Funk-Verbindungen (für SteetPass und SpotPass) kontrollieren. Sie sollten ihre Kinder nach Möglichkeit in solche Entscheidungen einbeziehen und sie auf diese Weise für das Thema Privatsphäre sensibilisieren.
Eltern können außerdem festlegen, dass Spiele mit einer bestimmten Altersfreigabe auf dem entsprechenden Gerät nicht gespielt werden können. Diese Einstellungen sind sinnvoll, da sich das Spielen „unterwegs“ in erhöhtem Maße der Kontrolle der Eltern entzieht.

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