Games & Medienpädagogik

Veranstaltungen im Herbst 2017

31.08.2017
Ob Programmier-Workshop für Kinder oder Wissenschafts-Barcamp für Erwachsene – es warten viele Gelegenheiten, aktiv zu werden! In Ulm treffen sich Jugendliche im September zum nächsten Hackathon, Berlin, Düsseldorf und Hamburg locken mit kreativen Game-Festivals und im Rahmen der Code Week im Oktober werden europaweit spannende Projekte angeboten.


Fachpublikum
07.-08. September: Medienpädagogik Praxiscamp in Berlin
Das Medienpädagogik Praxiscamp am 7./8. September in Mainz ist eine Tagung im Barcamp-Format. Die Teilnehmenden können die Inhalte zu Beginn selbst festlegen oder im Voraus einreichen, die dann in so genannten Sessions diskutiert und bearbeitet werden. Es bleibt viel Freiraum für Austausch, Brainstorming und kreative Session-Ideen.

Kinder und Jugendliche, Eltern, Interessierte, Fachpublikum
07.-11. September: Ars Electronica Festival in Linz
Unter dem Motto „Artificial Ingelligence – das andere Ich“ vereint das Festival Elemente aus Technologie, Kunst und Gesellschaft und greift Entwicklungstrends von künstlicher Intelligenz auf. Das Programm umfasst Ausstellungen, Events, Konzerte, Fachvorträge, Hackathons und Kinderführungen und ist so umfassend, bunt und abwechslungsreich, dass sich ein Blick auf die Webseite im Voraus lohnt. Auch Tageskarten oder der Besuch einzelner Veranstaltungen werden angeboten. Das ganze Programm sowie Preisinfos hier.
Beim Ars Electronica Festival gibt es zum Thema KI technische, künstlerische, wissenschaftliche und architektonische Beiträge.


Fachpublikum, Interessierte
14.-15.September: Tagung „State of the Game“ in Berlin
Im Roten Rathaus in Berlin dreht sich Donnerstag und Freitag alles um die Frage, welche ethischen und gesellschaftlichen Konsequenzen sich aus der Anerkennung von Computerspielen als Kulturgut ergeben. Die Teilnehmenden können aus mehreren gleichzeitig stattfindenden Talks und Panels am Freitag auswählen. Ergänzt wird das Angebot durch Vorträge, Gesprächsrunden und Performances. Veranstaltet wird die internationale Tagung vom Computerspielmuseum Berlin, gefördert von der Bundeszentrale für politische Bildung.
Hier geht's zu ausführlichen Infos und zur Anmeldung.


Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren
29. September bis 1. Oktober: Jugend hackt in Ulm
Bei dem Hackathon „Jugend hackt“ basteln, programmieren und hacken Jugendliche gemeinsam ein Wochenende, unterstützt werden sie dabei von Mentor*innen. Egal ob Software-Entwicklungen oder Hardware-Prototypen, alles kann ausprobiert und in Teamprojekten über das Wochenende umgesetzt werden. Das diesjährige Motto „Echt oder Falsch“ in Bezug auf Fake News oder soziale Medien steht unter der Maxime „mit Code die Welt verbessern“. Die Jugendlichen können Neues ausprobieren, sich austauschen und vieles über das Programmieren lernen. Am letzten Tag werden die Projekte präsentiert. Umfassende Vorkenntnisse sind nicht nötig. Anmelden für die verschiedenen Städte kann man sich hier.
Mentor*innen leiten durch den Hackathon und helfen den Jugendlichen bei Fragen und ums Programmieren.


Kinder und Jugendliche, Gaming-Interessierte, Retro-Fans…
07.-08. Oktober: 2017:Vintage Computing Festival Berlin (VCFB) in Berlin
Das deutsche Technikmuseum veranstaltet ein Festival rund um historische Computer und Rechnertechnik. Ziel ist der Erhalt und die Pflege historischer Computer und das Interesse an „überflüssiger“ Hard- und Software zu wecken. Geboten werden Sonderausstellungen im Museum, Vorträge, Workshops und weitere Angebote für Jung und Alt, darunter ein Gameroom mit Retro-Konsolen, Programmier- und Lötwerkstätten für Kids, eine Reparierecke für alte Geräte (mit Anmeldung per Mail!) oder die Abstimmung über den Besucherpreis.
Beim VCFB kann an alten Computern gespielt und programmiert werden.


Kinder, Jugendliche, Entwickler*innen, Programmierer*innen, Studierende, Fachkräfte, Gaming-Interessierte, …
07.-22. Oktober: „Code Week“ in ganz Deutschland
In spannenden Workshops und Mitmach-Veranstaltungen im Rahmen der „Code Week“, die deutschlandweit stattfindet, haben Kinder und Jugendliche die Chance, sich im kreativen Umgang mit Hard- und Software zu erproben. Sie können selbst programmieren, basteln und hacken und lernen so mehr über die Welt der Technik. Angeboten werden die Workshops von Initiativen, Firmen, Privatpersonen oder Schulen, so ist für alle etwas dabei. Und das Beste: Jede*r kann mitmachen und weitere Projekte anmelden. Deswegen ist die „Code Week“ nicht nur für Kinder spannend, sondern auch für Spieleinteressierte, Entwickler*innen, Studierende, Fachkräfte interessant. Wo genau überall Veranstaltungen stattfinden steht hier.

Fachkräfte in Schule und Jugendarbeit, Fachpublikum
10.-11.Oktober: Start der medienpädagogischen Fortbildung „Fachprofil Jugendmedienarbeit“ in Berlin
Das „Fachprofil Jugendmedienarbeit“ ist ein berufsbegleitendes Qualifizierungsangebot des BITS21 in Berlin, einer Fortbildungseinrichtung mit medienpädagogischem Schwerpunkt. Den Teilnehmenden werden in den Bereichen Medienpädagogik und -kompetenz geschult, damit sie dies später effektiv bei der Arbeit mit Jugendlichen in ihren Einrichtungen umsetzen können. Im Fokus stehen der medienpädagogische Fachdiskurs, der digitale Alltag von Jugendlichen, die pädagogische Begleitung von Arbeits- und Partizipationsprozessen mit Medien sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Fortbildung wird in regelmäßigen Abständen angeboten. Zu weiteren Infos und zur Anmeldung.

Gamer*innen, Gameentwickler*innen, Akademiker*innen, Studierende und Interessierte
11. & 12. Oktober: Pre-FROG Konferenz in Wien
Bereits vor der eigentlichen FROG Konferenz (siehe unten) diskutieren Interessierte am Mittwoch, den 11. Oktober bei Impulsvorträgen und Poster Sessions über das Thema „Erlaubt ist, was gefällt!? Computerspiele zwischen Ethik und Ästhetik“. Am Donnerstag, den 12. Oktober, findet ein Crashkurs statt, der Einblicke in das Designen von Lernspielen vermitteln soll. Die Pre-FROG-Angebote sind kostenlos und können unabhängig von der Hauptkonferenz besucht werden.

Akademiker*innen, Gamer*innen, Gameentwickler*innen, Student*innen und Interessierte
13.-15. Oktober: FROG Konferenz in Wien
Die Future and Reality of Gaming Conference, kurz FROG, beschäftigt sich dieses Jahr mit dem Themenfeld “The Player Perspective”. Neue Methoden wie VR oder Augmented Reality ermöglichen den Spielenden die Einnahme spezifischer Perspektiven in Games und steigern die Immersion. Über gegenwärtige und zukünftige Entwicklungen soll auf der Konferenz interdisziplinär diskutiert werden. Anmeldung hier.
Welche Möglichkeiten gibt es neben VR-Brillen, um neue Perspektiven einzunehmen?


Erzieher*innen, Fachpublikum
19.-20.Oktober: Start der medienpädagogischen Fortbildung „Fachprofil Medienbildung“ in Berlin
Die berufsbegleitende Fortbildung des Instituts BITS21 befasst sich mit Medienerziehung und -bildung für Kinder im Vorschulalter. Die Teilnehmenden werden an sieben Wochenenden in Medienkompetenzen und medienpädagogischen Aspekten (wie Umgang mit Apps und Mobile Devices, Jugendmedienschutz oder programmieren) geschult, die sie in ihre Alltagspraxis einbauen können. Die Fortbildung wird in regelmäßigen Abständen angeboten, näheres dazu und zur Anmeldung hier.

Eltern, Fachkräfte, Fachpublikum
24. Oktober: Seminar „Zocken ohne Ende?“
Das Seminar in Hannover bietet eine medienpädagogische Betrachtung von Computerspielsucht und Präventionsmaßnahmen, sowie Sensibilisierung der Jugendlichen für einen verantwortungsbewussten Medienumgang. Durch theoretische Inputs, aber auch das eigene Ausprobieren von Onlinespielen oder Gruppenarbeiten sollen die Inhalte allen Interessierten Eltern oder Fachkräften näher gebracht werden.

Jugendliche zwischen 13 und 19 Jahren
26.-29. Oktober:Code+Design Camp in Berlin
Ein Code+Design Camp bietet Jugendlichen einen Einblick in die Berufswelt rund um Code und Design. Sowohl Neulinge als auch Fortgeschrittene können sich beim Hackathon ein Wochenende lang als Team mit einem Programmier- oder Designprojekt beschäftigen. Unterstützung gibt es dabei von erfahrenen Coaches oder den anderen Teilnehmenden. Am letzten Tag werden die Projekte präsentiert. Für 2018 sind bereits weitere Veranstaltungen in ganz Deutschland in Planung.

Spieleliebhaber*innen, Gamer*innen, Indiegameentwickler*innen, Medienkünstler*innen, Schüler*innen, Studierende, Lehrende, Wissenschaftler*innen, Interessierte
01.-05. November: PLAY17 in Hamburg
„The Time is now“ – das ist das Motto des PLAY17 Festivals. Medienkunst, Diskurs, Kreativität, Bildung und digitale Spiele werden in den Fokus gerückt und miteinander verknüpft. Ob Ausstellungen, Workshops zum spielen, basteln, programmieren und mitreden, Poetry Slams oder Angebote speziell für Schulklassen: Es wird jede Menge Programm am Puls der Zeit angeboten. Orte wie die Zentralbibliothek oder die Markthalle schaffen eine ganz besondere Atmosphäre und lassen kreativen Köpfen viel Raum für neue, unkonventionelle Ideen. Das ganze Programm sowie Tickets gibt's hier.
"The time is now" ist das diesjähige Motto des Festivals.


Multiplikator*innen, Fachkräfte, Eltern, Fachpublikum
02. November: Tag der Medienkompetenz in Hannover
Unter dem Motto „Kompetent, vernetzt und sicher in der digitalen Welt“ werden auf der Fachtagung aktuelle Entwicklungen und Fragen zum Thema Medienkompetenz beleuchtet. Wie gehen junge Menschen und Menschen in Erziehungsverantwortung mit Medien um und sind sie den Anforderungen der digitalen Welt gewachsen? Die Tagung richtet sich an alle, die in ihrem Alltag mit Medienbildung zu tun haben. Zur Anmeldung (Anmeldeschluss ist 20.10.17).

Schüler*innen, Studierende, Medienpädagog*innen, Interessierte, Fachpublikum
09.-12. November: Next Level Festival in Düsseldorf
Das „Next Level — Festival for Games“ widmet sich virtuellen Spielwelten als Kunstform und Kulturtechnik innerhalb der Gesellschaft. Die verschiedenen Angebote wie Spielstationen, Installationen, Performances, Workshops oder Vorträge heben hervor, dass Computerspiele auch Kulturgut sind. Das Festival gibt neuen kreativen Input und regt an, das Thema digitale Spielkultur neu zu denken und zu untersuchen, was sich hinter diesem immer wichtiger werdenden Medium auch abseits des Mainstreams verbirgt.

Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren
10.-12. November: Jugend hackt in Halle
17.-19. November: Jugend hackt in Linz
24.-26. November: Jugend hackt in Berlin

Bei dem Hackathon „Jugend hackt“ basteln, programmieren und hacken Jugendliche gemeinsam ein Wochenende lang, unterstützt werden sie dabei von Mentor*innen mit unterschiedlichen Skills. Egal ob Software-Entwicklungen oder Hardware-Prototypen, alles kann ausprobiert und in Teamprojekten über das Wochenende umgesetzt werden. Das diesjährige Motto „Echt oder Falsch“ in Bezug auf Fake News oder soziale Medien steht unter der Maxime „mit Code die Welt verbessern“. Die Jugendlichen können Neues ausprobieren, sich austauschen und vieles über das Programmieren lernen. Am Ende werden die Projekte präsentiert. Umfassende Vorkenntnisse sind nicht nötig. Zur Anmeldung für die verschiedenen Städte geht's hier.
Mentor*innen leiten durch den Hackathon und helfen den Jugendlichen bei Fragen und ums Programmieren.

Platzhalter
Dieser Artikel wurde verfasst von:
Carolina Bader

Bildnachweis

[1]Ars Electronica[2]Jugend hackt Nord, Foto: Theresa Grotendorst (https://www.flickr.com/photos/okfde/33109310896)[3]Flickr; User: Blake Patterson[4]MaxPixel CC0 http://maxpixel.freegreatpicture.com/Virtual-Reality-Technology-Virtual-Vr-Man-Reality-1418842[5]PLAY17 Pressematerial[6]Jugend hackt Pressematerial (https://jugendhackt.org/presse/)

Siehe auch

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Tobias Miller & Anne Sauer (2016):

Digitale Spiele für Klein- und Vorschulkinder aus medienpädagogischer Sicht

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PLAY16: Kunst, Kultur und kreatives Spielen

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